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2. Juli 2022

Lange Nacht der Wissenschaften

Lange Nacht der Wissenschaften 2022

Termin

2. Juli 2022
17:00 -24:00 Uhr

Am 2. Juli 2022 von 17 bis 24 Uhr öffnen etwa 70 wissenschaftliche Einrichtungen in Berlin und auf dem Potsdamer Telegrafenberg ihre Türen und laden herzlich zur Langen Nacht der Wissenschaften ein. An über 100 Veranstaltungsorten heißt es: staunen, berühren, begreifen!

Gemeinsam mit fünf anderen Leibniz-Instituten nimmt das DIW Berlin in den Räumen der Geschäftsstelle der Leibniz-Gemeinschaft in Berlin-Mitte an der Langen Nacht der Wissenschaften teil.

Programm des DIW Berlin

Im Folgenden finden Sie die Vorträge der WissenschaftlerInnen des DIW Berlin auf der Langen Nacht der Wissenschaften 2022.

Franziska Holz
17.00 Uhr | Raum Leipzig

Deutschland hat bis zum Beginn des Ukraine-Kriegs im März 2022 rund die Hälfte seiner fossilen Importe aus Russland bezogen. Dies hat die Frage nach der Abhängigkeit von russischem Erdgas, Erdöl und Kohle sowie von sektorspezifischer Infrastruktur aufgeworfen. Insbesondere die Abhängigkeit von Pipelines aus Russland im Erdgas- und Erdölsektor ist problematisch. Jedoch kann Deutschland auch bei Erdgas und Erdöl auf andere Anbieter zurückgreifen. Langfristig muss der Ausstieg aus fossilen Energieträgern mit dem Ausbau erneuerbarer Energien nun umso schneller vorangetrieben werden.

© DIW Berlin / F.Schuh

Alexander Kriwoluzky
18.00 Uhr | Raum Leipzig

„Zu wissen sei es jedem, der`s begehrt: Der Zettel hier ist tausend Kronen wert.“ Der Beginn ist vielversprechend. Die Schaffung des Papiergeldes, selbstverständlich ein Werk Mephistoteles`, saniert die Staatsfinanzen und bringt die Wirtschaft in Schwung. Der Zauber hält aber nicht lange an, stattdessen wird das Papier zunehmend wertlos und hinterlässt enttäuschte und ruinierte Bürgerinnen und Bürger. Anhand der Episode in Faust II geht der Vortrag der Schaffung des Papiergeldes nach, zeigt auf, wieso Papiergeld Wert hat, wann es zu einer Hyperinflation kommt — und wann eben nicht.

© DIW Berlin / F. Schuh

Konstantin Kholodilin
19.00 Uhr | Raum Wolfenbüttel

Viele Städte leiden an chronischem Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Eine Möglichkeit, den Mangel zu lindern, ist staatliche Intervention mit dem Ziel, für Haushalte mit niedrigeren Einkommen bezahlbaren Wohnraum zu gewährleisten. Förderungen und restriktive Maßnahmen wie die Mietpreiskontrolle führen sowohl zu gewünschten als auch zu unerwünschten Effekten. Die Mietpreiskontrolle bremst die Mieten der regulierten Wohnungen, kann jedoch zu weniger Wohnungsbau und höheren Mieten in den nichtregulierten Wohnungen sowie zur Vernachlässigung von Reparaturarbeiten und niedrigerer Mobilität führen.

© DIW Berlin / F.Schuh

Jürgen Schupp
20.00 Uhr | Raum Berlin

Im August 2020 startete das Pilotprojekt Grundeinkommen als ein Kooperationsprojekt des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung und dem Verein Mein Grundeinkommen. Welche Vor- und Nachteile hätte generell ein Grundeinkommen und was sind die Ziele der experimentellen Feldstudie? Welche Hypothesen sollen überprüft werden und welche Schlussfolgerungen für Reformen zur sozialen Sicherung in Deutschland vermag die Studie evidenzbasiert beizutragen? Jürgen Schupp, wissenschaftlicher Koordinator des Projektes erläutert die Idee, den Fortschritt des Vorhabens sowie Perspektiven für die Zukunft.

© DIW Berlin / F.Schuh

Jana Hamdan
21.00 Uhr | Raum Wolfenbüttel

Kredite für die Finanzierung von Fernseher, Küche oder Urlaub sind recht leicht zu haben. Wie hoch sind also die Konsumschulden der Deutschen und wann werden sie zum Problem? Welche Faktoren begünstigen zu viele und zu hohe Kredite? Und welche Rolle spielt die finanzielle Bildung? Jana Hamdan, wissenschaftliche Mitarbeiterin am DIW Berlin, diskutiert Erkenntnisse aus der Forschung und stellt die Ergebnisse eines Experiments aus Berlin vor.  

© privat

Stefan Bach
22.00 Uhr | Raum Leizig

Die Vermögen der privaten Haushalte sind in Deutschland sehr ungleich verteilt. Während ein großer Teil der Bevölkerung kein nennenswertes Vermögen hat, besitzen die reichsten zehn Prozent der Deutschen 67 Prozent des gesamten Privatvermögens. Was treibt Vermögensungleichheit? Wie kann man die Vermögensbildung besser fördern? Funktioniert ein Grunderbe, das jedem jungen Erwachsenen zur Verfügung gestellt wird z. B. in Höhe von bis zu 20 000 Euro? Kann man das finanzieren, z.B. über eine höhere Erbschaftsteuer oder andere Steuern auf hohe Vermögen und Einkommen? DIW Steuerexperte Stefan Bach klärt auf.

© DIW Berlin / F.Schuh

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