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Für nachhaltige Inflationsdynamik im Euroraum müsste sich Arbeitsmarkt weiterhin sehr positiv entwickeln

DIW Wochenbericht 43 / 2018, S. 939-947

Geraldine Dany-Knedlik

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Abstract

Die Inflationsrate im Euroraum lag in den vergangenen fünf Jahren deutlich unterhalb der von der Europäischen Zentralbank (EZB) angestrebten Inflationsrate von knapp unter zwei Prozent zur mittelfristigen Preisstabilisierung. Verantwortlich hierfür waren, wie die vorliegende Analyse zeigt, niedrige Inflationserwartungen, hohe Arbeitslosenquoten und externe Faktoren wie niedrige Rohölpreise. Mitte dieses Jahres zog die Teuerung im Euroraum wieder deutlich an. Im Juni beschloss der EZB-Rat das Ende der Staatsanleihenkäufe bis Dezember dieses Jahres und stellte ein erstmaliges Anheben der Leitzinsen voraussichtlich nach dem Sommer 2019 in Aussicht. Dafür müsste sich aber die Inflationsdynamik nachhaltig fortsetzen. Allerdings hat sich die Kerninflation, ohne Energieund Nahrungsmittelpreise, bislang recht verhalten entwickelt. Die EZB setzt besonders auf die anziehende Lohndynamik als Treiber der Kerninflation in den kommenden Jahren. Wie die DIW-Berechnungen zeigen, bestand dieser Zusammenhang zwar bisher, war allerdings recht schwach ausgeprägt. Damit die Kerninflation in den kommenden Jahren die mittelfristige Preisstabilität stützt, müssten die Löhne weiterhin deutlich steigen.

Geraldine Dany-Knedlik

Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Makroökonomie



JEL-Classification: E5;E31;E24
Keywords: inflation dynamics, inflation expectations, passthrough unit labour costs, monetary policy, euro area
DOI:
https://doi.org/10.18723/diw_wb:2018-43-1
Frei zugängliche Version: (econstor)
http://hdl.handle.net/10419/183889

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