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Weltwirtschaft nimmt etwas Fahrt auf: Wintergrundlinien 2016

DIW Wochenbericht 50 / 2016, S. 1171-1176

Ferdinand Fichtner, Guido Baldi, Christian Dreger, Hella Engerer, Stefan Gebauer, Michael Hachula, Malte Rieth

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Abstract

Die Weltwirtschaft kommt wieder etwas mehr in Schwung. Nachdem die Expansion in der ersten Jahreshälfte äußerst verhalten war, weil vor allem die Schwellenländer auf der Bremse standen, gab es zuletzt eine leichte Beschleunigung. Diese Entwicklung dürfte sich fortsetzen, wovon zunehmend auch die entwickelten Volkswirtschaften profitieren. Dort hellt sich die Lage am Arbeitsmarkt auf, was eine hohe Konsumnachfrage nach sich zieht. Diese bleibt eine Hauptstütze des Wachstums. Aufgrund besserer Absatzmöglichkeiten wird sich die bisher schwache Investitionstätigkeit der Unternehmen wohl etwas beleben. Der Anstieg der weltweiten Wirtschaftsleistung dürfte in diesem Jahr damit bei 3,3 Prozent liegen und in den kommenden beiden Jahren noch etwas höher ausfallen. Unterstützt wird diese Entwicklung von der Finanzpolitik, während die Geldpolitik im Zuge weiterer Zinsanhebungen in den USA global eher restriktiver ausgerichtet sein dürfte. Die Risiken sind indes nach wie vor beträchtlich – insbesondere in Europa, wo die politische Unsicherheit unter anderem aufgrund der Brexit-Entscheidung und anstehender Wahlen in wichtigen EU-Mitgliedsländern hoch ist.

The world economy is gaining momentum after sluggish growth in the first half 2016 – primarily due to a weak expansion in the emerging markets – gave way to a slight acceleration. This trend is likely to continue, and will increasingly benefit the developed economies as well. The brightening labor market situation in advanced countries is leading to a higher level of consumer demand, which will remain a primary growth driver. As a result of the improved sales opportunities, the currently weak corporate investment activity should pick up again. The growth of global economic output is expected to amount to 3.3 percent this year, and is expected to be slightly higher in the coming two years. This development will be supported by fiscal policy, while monetary policy is likely to become more contractionary globally in the course of further U.S. interest rate hikes. There remain significant risks, however – especially in Europe, where political uncertainty is high due to the Brexit decision and the upcoming elections in key EU member states, among other factors.

Malte Rieth

Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Makroökonomie

Guido Baldi

Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Makroökonomie

Hella Engerer

Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt

Themen: Konjunktur



JEL-Classification: E32;E66;F01
Keywords: Business cycle forecast, economic outlook
Frei zugängliche Version: (econstor)
http://hdl.handle.net/10419/148634

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