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Internationaler Workshop zu kommunalen Infrastrukturunternehmen

Pressemitteilung vom 1. Oktober 2015

KOMIED-Forschungsprojekt ermöglicht umfassende Analyse kommunaler Infrastrukturunternehmen in Deutschland – Wissenschaftler untersuchen Herausforderungen im Hinblick auf Regulierungspolitik, Eigentümerstrukturen und demografischen Wandel – Workshop am 2. Oktober stellt wichtigste Ergebnisse vor

Kommunale Infrastrukturunternehmen müssen gewaltige Aufgaben bewältigen. Sie stehen dauerhaft unter finanziellem Druck, und zu verschärften Wettbewerbs- und Regulierungsvorschriften kommen weitreichende energie- und klimapolitische Zielsetzungen sowie Anforderungen durch den demografischen Wandel. Gleichzeitig haben sich die Erwartungen, durch Privatisierungen die Kosten senken zu können, nicht erfüllt. Daher sind neue Lösungsansätze gefragt.

Bislang mangelte es allerdings an theoretisch fundierten, empirisch belastbaren Analysen, welche die Effekte unterschiedlicher Unternehmensorganisationen auf Effizienz, Kosteneinsparungen und Verbraucherpreise bewerten. Erstmals ermöglicht nun der Aufbau eines Paneldatensatzes der Energie- und Wasserwirtschaft eine umfassende Betrachtung für Deutschland. In einem innovativen mehrdimensionalen Analyserahmen, der explizit das besondere Entscheidungskalkül kommunaler Infrastrukturunternehmen modelliert, werden dringende Aufgaben der Infrastrukturerneuerung unter klimapolitischen und demografischen Anforderungen untersucht.

Das Forschungsprojekt „Kommunale Infrastrukturunternehmen zwischen Energiewende und demografischem Wandel (KOMIED)“ hat eine Laufzeit von drei Jahren (2013 – 2016). Es wird von der Leibniz-Gemeinschaft im Rahmen der Förderlinie 5 "Frauen in wissenschaftlichen Leitungspositionen" des Paktes für Forschung und Innovation (Leibniz-Wettbewerb 2013) gefördert.

Workshop präsentiert umfangreichen Paneldatensatz

Ziel des Workshops am 2. Oktober  ist es, die wichtigsten Forschungsergebnisse des Projektes vorzustellen und mit internationalen Wissenschaftlern im Bereich der Regulierungsökonomik und der Effizienz- und Produktivitätsanalyse zu diskutieren. Des Weiteren wird der im Rahmen des Projektes erstellte umfangreiche Paneldatensatz der Energie- und Wasserversorgungsunternehmen präsentiert. Das Programm findet in der Geschäftsstelle der Leibniz-Gemeinschaft in Berlin (Chausseestr. 111) statt und beginnt um 10 Uhr. Teilnehmer sind unter anderem Astrid Cullmann, Maria Nieswand und Christian von Hirschhausen (alle DIW Berlin), Subal Kumbhakar (Binghampton University), Antonio Estache (Université Libre de Bruxelles), Endre Björndal (Norwegian Business School), Oleg Badunenko (Universität Köln), Heike Wetzel (Universität Kassel) und Thomas Triebs (Ifo München).

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